Lebensader Trinkwasser

Eine kurze Reise zu Kufsteins erfrischenden Trinkwasserbrunnen.

Bereits im 17. Jahrhundert gab es 11 öffentliche Brunnen im engeren Stadtgebiet von Kufstein. Damals noch mit Quell- beziehungsweise Bachwasser aus der Kienbergklamm versorgt. Um 1870 ist bereits von 23 Hauptbrunnen die Rede. Diese dienten der Bevölkerung zur Versorgung mit Trinkwasser. Auch das Löschwasser im Brandfall wurde von dort bezogen.

Bild 1: Landmann mit Tragholz und Wassereimer (Quelle: Wikipedia) Bild2: Bachwasserbezug früher Brunnen

Nach der Gründung des städtischen Wasserwerks im Jahr 1894 wurden die öffentlichen Brunnen im Stadtgebiet an die neu errichtete öffentliche Trinkwasserversorgung angeschlossen. Damals wie heute kommt das Kufsteiner Trinkwasser zum größten Teil aus dem Bergmassiv des Zahmen Kaiser und entspringt der Hofinger Quelle im Kaisertal. Bis heute werden über ein rund 85 Kilometer langes Leitungsnetz, die über 20.000 Einwohner von Kufstein mit bestem Trinkwasser versorgt.

Bilder: Hofinger Quelle: Blick ins Innere, Standort und Errichtung 1894

Einige der ursprünglichen Trinkwasserbrunnen finden sich noch heute im Stadtbild. Die Brunnen haben zwar nicht mehr den Zweck der Grundversorgung, dienen aber bis heute als Durstlöscher und spenden Erfrischung an heißen Tagen.

Kommen Sie mit uns auf einen Rundgang durch Kufstein und lernen Sie einige der Kufsteiner Trinkwassersbrunnen näher kennen.

Mit einem Klick auf die Bilder werden Detailinformationen zu den jeweiligen Brunnen angezeigt.

Spielplatz Theaterhütte

Kaiseraufstieg

Thierbergweg Löwenbrunnen

Thierbergweg Hohenstaffing

Morsbach

Spielplatz Lindenallee

Zeller Kirche

Fischergries

Marienbrunnen

Hörfarter Brunnen

Kinkdenkmal

Stadtpark

Alte Musikschule

Madersperger Denkmal

Bärenbrunnen

Kneippanlage Pienzenauerstraße

Volksschule Stadt

Spielplatz Max Spaun-Straße

Weissach

Brunnen Endach

Biomasseheizkraftwerk Radweg

Spielplatz Theaterhütte

Direkt beim Hochbehälter Theaterhütte, dem zentralen Bauwerk der Kufsteiner Trinkwasserversorgung, befindet sich ein kleiner Steinbrunnen, der im Sommer Eltern und Kindern am Spielplatz als Durstlöscher dient.

Kaiseraufstieg

Allen Wanderern sicherlich bekannt ist der Brunnen am Kaiseraufstieg. Er markiert Start und Ende vieler Wanderungen ins Kaisertal. Eine Erfrischung am Laufbrunnen tut nach anstrengenden Touren besonders gut. 1996 wurde der ursprüngliche Holztrog-Brunnen zu seiner heutigen Form erneuert.

Thierbergweg Löwenbrunnen

Auf der anderen Seite des Inns am Thierberg, finden wir den sogenannten Löwenbrunnen. Der Denkmalbrunnen von 1896 ist ein verstecktes Juwel: Der Wasserstrahl aus dem bronzenem Löwenkopf füllt ein steinernes Wasserbecken. Der Brunnen liegt versteckt auf dem Weg hinter Staffing in Richtung altem Hechtseeweg.

Thierbergweg Hohenstaffing

Im Gegensatz dazu könnte der Brunnen Staffing nicht schlichter sein. Ein dünner Wasserstrahl lauft in ein kleines Betonbecken. Trotzdem ist der Brunnen ein hervorragender Durstlöscher bei Spaziergängen in Richtung Gasthof Neuhaus und Thierberg.

Morsbach

Der nächste Brunnen liegt im Ortsteil Morsbach. Der Dorfbrunnen ziert idyllisch und markant das Zentrum des bäuerlichen Ortsteils. Ursprünglich bestand das Brunnenbecken aus genietetem Eisen, gefertigt aus einer alten Sudpfanne der Brauerei Egger. Seit der Erneuerung 1987 ziert das Kufsteiner Stadtwappen den Laufbrunnen.

Spielplatz Lindenallee

In der prachtvollen Lindenallee steht direkt am Kinderspielplatz ein kantiger Granitbrunnen mit Wasserhahn. Seit 2010 dient er den spielenden Kindern als Durstlöscher und zum Händewaschen.

Zeller Kirche

Ein weiterer Dorfbrunnen steht direkt an der Zeller Kirche. Ursprünglich wurde der Brunnen 1872 errichtet und diente den Pferdefuhrwerken, die über die Marblingerhöhe nach Thiersee fuhren, als wichtige Tränke. Nach der Kirchenrenovierung im Jahre 1985 wurde dieser gusseiserne Brunnen mit viereckigem Trog neu aufgestellt.

Fischergries

Vom Stadtteil Zell gelangen wir nun ins Zentrum.

Am schönen Fischergries gibt es gleich mehrere Brunnen. Einer davon ist zwar kein Trinkbrunnen, trägt aber viel zur Erholung der Besucherinnen und Besucher bei:

Ein Fontänenbrunnen vor dem Stadtwerkegebäude ist Blickfang und Spielplatz zugleich. Beleuchtete Wassersäulen spritzen aus sieben bodengleichen Düsen bis zu drei Meter in die Höhe. Zur Schonung des kostbaren Trinkwassers werden diese Fontänen mit Grundwasser versorgt.

Um den Durst zu stillen, gibt es gleich zwei weitere Möglichkeiten am Fischergries:

Einen historischen Brunnen von 1880, der an der Außenmauer der Innbastei direkt zur Innpromenade hin gelegen steht. Die Bastei wurde als Teil der historischen Stadtbefestigung in dessen letzter Ausbauphase anno 1561 errichtet. Der gusseiserne Trinkbrunnen stand ursprünglich noch etwas näher an der Promenade, bevor er 1972 von einem Auto angefahren und anschließend etwas versetzt wurde.

Der zweite Brunnen steht in einer Nische hinter der Innbastei. Dieser kam im Zuge der Neugestaltung des Fischergries im Jahr 2013 hinzu. Er steht für die tiefe Verbundenheit der Stadt Kufstein mit der Schweizer Partnerstadt Frauenfeld, mit der man seit 1946 in engem Kontakt steht.

Marienbrunnen

Nur wenige Meter entfernt am Unteren Stadtplatz steht mit dem Marienbrunnen der wohl bekannteste Brunnen der Stadt Kufstein.

Aus den Unterlagen des Stadtarchivs geht hervor, dass der im neugotischen Stil gefertigte Brunnen zusammen mit einem zweiten achteckigen Eisenbrunnen im Herbst 1861 von der k. k. Eisenwerksverwaltung in Jenbach bezogen und vom Kufsteiner Schmiedemeister Josef Lener aufgestellt wurde.

In der Zeit von 1966 bis 1977 wurde der Originalbrunnen durch einen neuen, modernen Brunnen des Künstlers Herbert Barthel aus Bad Häring ersetzt. Dieser bestand aus einer gegliederten Stahlsäule und mehreren flachen weißen Marmorbecken. Ein Aktionskomitee von engagierten Kufsteiner Bürgern betrieb daraufhin die Restaurierung und Wiederaufstellung des ursprünglichen Marienbrunnens im Jahre 1977. Der ersetzte Barthel-Brunnen steht heute in Bad Häring.

Hörfarter Brunnen

Nicht weit vom Marienbrunnen in Richtung Oberen Stadtplatz steht entlang den Treppen zur Pfarrkirche das Denkmal für den Kufsteiner Dekan Matthäus Hörfarter.

Ursprünglich befand sich hier von 1866 bis 1895 ein gusseiserner Rathausbrunnen. Im Zuge der Neugestaltung des Kirchenplatzes im Jahre 1899 wurde das Denkmal von Architekt Otto Lasne entworfen. Die naturalistische Bronzeporträtbüste stammt von Norbert Pfretzschner. Das Wasser fließt aus einem Löwenmaul in ein breitgeschweiftes, steinernes Becken.

Kinkdenkmal

Am Oberen Stadtplatz wurde 1879 ein pompöses Denkmal für Anton Kink, Zementindustrieller und Bürgermeister von Kufstein, erbaut.

In den 1940-Jahren musste es dem Verkehrsausbau in der Stadt weichen und wurde 1963 im Stil dieser Zeit von Bildhauer Peter Schneider aus Kramsach neu errichtet. Hier bricht der sogenannte Fischbrunnen, von Künstler Herbert Barthel entworfen, eine massive Steinwand auf und fügt sich mit einer kupfernen Brunnenschale und Wasserausläufen aus verschränkten Fischleibern in das Denkmal ein.

Stadtpark

Vom Oberen Stadtplatz wechseln wir in den Kufsteiner Stadtpark. Dort steht im Zentrum ein moderner Granitbrunnen mit einem Edelstahl-Auslass. Im Rahmen der Neugestaltung des Stadtparks im Jahr 2020 wurde der Park um einen Wasserspielplatz für Kinder erweitert.

Alte Musikschule

Nun geht es die Kienbergstraße hoch in Richtung „Alte Musikschule“. Dort steht ein eiserner Trinkbrunnen mit runder Schale und einer verzierten, vierkantigen Brunnensäule von 1880. Der Laufbrunnen diente früher der Hauswasserversorgung. Dort holte man sich das Wasser in Krügen und Eimern. Ein 1985 erstellter Abguss dieses Brunnens steht am Friedhof Kleinholz im Ortsteil von Zell.

Madersperger Denkmal

Geht man noch etwas weiter die Kienbergstraße hinauf, findet sich rechter Hand ein weiterer Trinkbrunnen aus Eisen. Ebenfalls 1880 errichtet, steht er bis heute direkt neben dem Denkmal des berühmten Kufsteiner Nähmaschinen-Erfinders  Josef Madersperger   und spendet dort köstliches Trinkwasser.

Bärenbrunnen

Einen künstlerisch sehr wertvollen Brunnen finden wir in der Schützenstraße. Gekrönt vom namensgebenden Bären ist der 1911 entstandene Bärenbrunnen reichhaltig verziert. Eingefasst mit schönen Mosaikarbeiten entdeckt man dort links den Tiroler Adler und rechts das Kufsteiner Wappen. Der Steinbrunnen ist doppelseitig ausgeführt, sodass eine Hälfte von der Straße und die andere vom Privatgarten des angrenzenden Anwesens aus zugänglich ist.

Kneippanlage Pienzenauerstraße

Das Wasser gesund ist, wusste schon Pfarrer Sebastian Kneipp. Das Wasser für die Kufsteiner Kneippanlage in der Pienzenauerstraße kommt aus der darüber liegenden Marienquelle, welche allerdings keine Trinkwasserqualität besitzt. Daher gibt es direkt bei der Anlage zusätzlich einen eisernen Trinkbrunnen mit runder Schale und vierkantiger Brunnensäule als Trinkwasserspender.

Volksschule Stadt

Wir kommen zurück ins Zentrum der Stadt. In der Kinkstraße finden wir vor der Kufsteiner Volksschule einen weiteren Brunnen. Dies ist einer von ursprünglich vier baugleichen Trinkwasserbrunnen, die es im Stadtgebiet gab. Dieser gusseiserne Vierkanttrog von 1884, der letzte noch Erhaltene.

Spielplatz Max Spaun-Straße

Ein moderner, funktionaler Kontrast: Stadtauswärts Richtung Mitterndorf steht am Spielplatz in der Max-Spaun-Straße eine moderne Edelstahl-Trinksäule. Dies ist eine von insgesamt sechs modernen Trinksäulen, die an Spielplätzen in ganz Kufstein aufgestellt sind. Sie stehen den Kindern und Eltern zum Händewaschen und zur Erfrischung an heißen Tagen zur Verfügung.

Weissach

Auch im Ortsteil Weissach gibt es einen idyllisch gelegenen, öffentlichen Trinkwasserbrunnen. Dieser sechseckige Steintrog ist mit einer mittig im Wassertrog platzierten Steinsäule ausgestattet.

Brunnen Endach

Im Stadtteil Endach steht der ehemalige „Dorfbrunnen“. Er besteht aus einem viereckigem Betontrog. Die Brunnensäule besitzt ein verziertes Auslaufrohr aus Gusseisen in Form eines Widderkopfes. Bis zum Bau der städtischen Trinkwasserversorgung bezogen die einst bäuerlichen Viertel wie Endach oder Mitterndorf Wasser aus eigenen Quellen. In den Jahren 1895-97 wurden die Stadtteile und Häuser an die neu errichtete öffentliche Wasserleitung angeschlossen.

Biomasseheizkraftwerk Radweg

Der Schlusspunkt unserer kleinen Reise führt uns an den westlichen Rand von Kufstein. Direkt am Innradweg in Richtung des Kletterturms und des Innkraftwerks, steht ein kleiner Steinbrunnen, der als Wasserspender dient. Der Brunnen wurde im Zuge der Errichtung des Biomasse-Heizkraftwerks durch die Stadtwerke Kufstein aufgestellt und eignet sich ideal dazu, um die Wasserreserven der vielen vorbeikommenden Radfahrer, Läufer und Spaziergänger aufzufrischen.

Menschen und Wirtschaft sicher versorgt – mit bestem Trinkwasser

Bild: Die Fontänenanlage Fischergries ist zwar kein Trinkwasserbrunnen, spendet im Sommer aber trotzdem Abkühlung. Im Hintergrund das Firmengebäude der Stadtwerke Kufstein.

Gemeinsam mit der Stadtgemeinde kümmert sich Stadtwerke Kufstein um die Erhaltung dieser öffentlichen Wasserspender. So liefern die Kufsteiner Trinkwasserbrunnen im ganzen Stadtgebiet köstliches, erfrischendes Trinkwasser in höchster Qualität.

Stadtwerke Kufstein bietet eine Onlinekarte an, mit allen Kufsteiner Brunnenanlagen:

Neben allen Standorten zu unseren Trinkbrunnen finden Sie auf unserer großen Stadtwerke-Karte viele weitere Informationen wie Stadtbus-Haltestellen und -Linien, Wertstoff-Sammelstellen und vieles mehr.

Stadtwerke Kufstein GmbH

Bild: Die Fontänenanlage Fischergries ist zwar kein Trinkwasserbrunnen, spendet im Sommer aber trotzdem Abkühlung. Im Hintergrund das Firmengebäude der Stadtwerke Kufstein.