Rundgang an den Ufern der Meurthe
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Der Place Stanislas
Der Place Stanislas ist das Herzstück des von Stanislas Leszczyński durchgeführten Großprojektes zur Verschönerung der Stadt Nancy.
Sein Architekt, Emmanuel Héré, schuf zwischen 1752 und 1755 einen städtischen Raum, der den Klassizismus der Fassaden mit den barocken Schmiedearbeiten von Jean Lamour vereinigt.
Zusammen mit den Plätzen Place de la Carrière und Place d'Alliance wurde dieser Platz 1983 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Er ist das Herz des Stadtzentrums und regelmäßig Schauplatz großer Veranstaltungen. Im Jahre 2021 wurde er zum beliebtesten Denkmal der Franzosen gewählt.
Der Place d'Alliance
Der Place d'Alliance ist der schlichteste und intimste der drei Plätze des UNESCO-Ensembles. Er ist von herrschaftlichen Stadthäusern gesäumt.
In seiner Mitte steht ein Brunnen, der nach dem Beispiel der Brunnen von Bernini auf der Piazza Navona in Rom konzipiert wurde. Diesen Platz sollten Sie sich nicht entgehen lassen!
Muséum-Aquarium von Nancy
Mit seinen 57 Aquarien und einer Sammlung von 450 präparierten Tieren lädt das Museum zu einer sowohl pädagogischen als auch wissenschaftlichen und humorvollen Reise in die Tierwelt und zu den wichtigsten Ökosystemen an Land und im Wasser ein.
Es ist in einem architektonisch bemerkenswerten Art-Déco-Gebäude untergebracht, das unter Denkmalschutz steht.
Das Museum verfügt außerdem über die Gütesiegel Accueil vélo (Fahrradtourismus) und Tourisme & Handicap (Tourismus und Behinderung).
Jardin Godron (Der Godron-Garten)
Seit seiner Gründung durch Stanislas im Jahr 1758 war der Jardin Dominique-Alexandre Godron ein botanischer Garten, der seinen Namen einem seiner Direktoren - einem bedeutenden Botaniker des 19. Jahrhunderts - verdankt. 1993 wurden die Sammlungen in den heutigen Botanischen Garten Jean-Marie Pelt in Villers-lès-Nancy gebracht.
Bis heute hat sich der Garten seine pädagogische Funktion bewahrt und ist dank des Labels Tourisme & Handicap (Tourismus und Behinderung) für jeden Besucher zugänglich. Neben seinen gärtnerischen Sammlungen sieht man hier auch zahlreiche seltene Baumarten, die ihm den Titel als „bemerkenswerter Garten" eingebracht haben.
Porte Sainte-Catherine (Das Tor Sainte-Catherine)
Das erste Katharinentor befand sich auf der Höhe der Rue Godron. Das Tor war jedoch einfach gebaut und instabil. So wurde es 1761 zugunsten eines neuen, architektonisch anspruchsvolleren Tores abgerissen, das noch im selben Jahr von Richard Mique fertiggestellt wurde. Durch seinen neuen Standort konnte das Kasernenviertel mit eingeschlossen werden. Seine Benennung ehrt die Schutzheilige von Stanislas' Gemahlin Katharina Opalinska.
Das Stanislas-Tor ist als GegenstĂĽck dazu westlich gelegen.
Der Wassergarten
Die Anlage des Wassergartens am Rande des Kanals, der 1996 von dem Landschaftsarchitekten Alexandre Chemetoff geschaffen wurde, erfolgte parallel zur Neugestaltung des Stadtviertels. Er bietet ein ständiges Schauspiel aus Vegetation und Wasserfontänen, das zum Spazierengehen und Träumen einlädt.
Sieben Becken sind jeweils nach einem Pflanzenthema gestaltet: der Iriskanal, das Schilfbecken, das Rohrkolbenbecken, das Reflexionsbecken, in dem Unterwasserpflanzen wachsen, das Fontänebecken. Das Becken der Hundert Fontänen ist ein Garten mit ungewöhnlichen und sich ständig verändernden Fguren, während eine mit kahlen Zypressen bepflanzte Insel die größte der Wasserflächen - das Seerosenbecken - schmückt.
L'Octroi (das Zollhaus)
Der Octroi ist eines der Symbole, die für die Umgestaltung dieses ehemaligen Industrieviertels stehen. Anfang des 20. Jahrhunderts beherbergte das Gebäude die ehemaligen Schlachthöfe von Nancy, einen der größten Viehmärkte im Osten Frankreichs.
Heute ist es zu einem Drittort geworden und bietet auf 4600m² ein Versuchslabor für kreative und innovative Experimente.
In der Nähe befindet sich die Bühne für aktuelle Musik L'Autre Canal , deren rote Fassade zum Markenzeichen geworden ist.
Das Wasserareal MĂ©chelle
Die Meurthe wird auf Höhe der Gemeinden Tomblaine und Saint-Max breiter und lässt somit in ihrer Mitte Platz für eine wild gebliebene Insel.
Das Sommer- und Strandfestival „La Plage des Deux Rives" bietet im Sommer Badespaß und zahlreiche Aktivitäten (Schwimmen, Animation, Entspannung, Konzerte,...). Die Ufer der Meurthe bilden heute ein schönes Areal für Spaziergänge und Radtouren, in dem die Fauna und Flora geschützt und aufgewertet werden.
Der Skatepark
Dieser 1.750 m² große, frei zugängliche Bereich wird von Inlineskatern, Skateboardern, Kickboardern und sogar BMX-Fahrern aller Niveaus genutzt! Nicht nur im Sommer ist er ein beliebter Spot, sondern auch das ganze Jahr hindurch.
Der Yachthafen
Die Konstruktion des Kanals im Jahr 1851 ging mit dem Bau eines Bahnhofs und eines Flusshafens einher. Seitdem gehörte die industrielle Nutzung des Vororts Saint-Georges der Vergangenheit an und so wurde aus dem ehemaligen Hafen Saint-Georges ein Yachthafen in idealer Lage. Sehr viele Freizeitkapitäne und Wohnmobil-Touristen werden in der Hafenmeisterei empfangen, die das Gütesiegel Accueil vélo (Fahrradtourismus) trägt.
Die „Voie Bleue", eine Fahrradroute, die Luxemburg mit Lyon verbindet, führt genau hier entlang.
Der Hafen trägt außerdem das Label Pavillon bleu, ein Zeichen seines Engagements für einen nachhaltigen, umweltfreundlichen Tourismus.
Porte Saint Georges (das Tor Saint-Georges)
Das Tor ist Teil des Verteidigungssystems der Stadt, das mit dem Bau der Neustadt Ende des 16. Jahrhunderts durch Karl III. eingefĂĽhrt wurde.
Es wurde von Jean Richier und Simon Drouin geschaffen und ist dem Heiligen Georg gewidmet, der auf der Spitze des Bauwerkes auf der Landseite zu Pferd dargestellt wird.
Dank des Engagements von Victor Hugo und Emile Gallé wurde es vor der Zerstörung bewahrt, als Ende des 19. Jahrhunderts der Ausbau für die erste Straßenbahn begann.
Die Kathedrale Notre-Dame de l'Annonciation (Mariä Verkündigung)
Seit der Renaissance besaĂź die Stadt Nancy eine Primatialkirche. Auf ihre Kathedrale musste sie bis zum Jahre 1777 warten!
Für dieses von Herzog Leopold initiierte Bauprojekt wurden nicht weniger als drei Architekten beauftragt: Giovanni Betto, Jules Hardouin-Mansart und Germain Boffrand. Der erste Gottesdienst wurde dort 1742 unter Stanislas gefeiert. Aber erst als Nancy französisch wurde, wurde dort eine Diözese eingerichtet. Die Primatialkirche wird somit zur Kathedrale.
Die Gitter der ersten beiden Kapellen in der Nähe des Chors stammen von Jean Lamour, der auch für die Gestaltung der Gitter des Place Stanislas bekannt ist.